Beobachtungen

  • Während es mir beim Fahren der U-Bahn fast nicht gelingt, die Tasten auf dem iPad zu treffen, schaffen es Japanerinnen, sich absolut sicher und korrekt zu schminken – egal, wie sehr der Wagen wackelt und wie viele Zuschauer zugucken.
  • Buchhandlungen sind gut besucht, gelesen wird überall und viel, u.a. die kleinen Bücher im Reclam-Format in der U-Bahn.
  • Auffallend viele Japaner – auch junge Japaner – sprchen nicht gut english. auf die Frage “do you speak englisch” bekommt man als ntwort: “Choto, choto”, dazu die Handbewegung für “wenig” (Dauem und Zeigefinger in 2 cm Abstand).
  • Um eine Tür ab- bzw. aufzuschließen, wird der Schlüssel (oft) anders herum gedreht als in Deutschland üblich.
  • Hilfreich bei praktischen Fragen ist/war für uns www.wanderweib.de, bei der wir u.a. erfuhren, wie man in Japan eine Waschmaschine benutzt und dass in Japan die Wäsche nur mit kaltem Wasser gewaschen wird.
  • (Western-Style) Toiletten sind meist mit beheizten Klobrillen und besonderen Funktionen versehen. Gut, dass es eine Standardfunktion gibt – gutist es auch, wenn man das Stopp-Zeichen kennt und weiß, welches der Knopf für “Stopp” ist.
  • Besonders aufgefallen ist mir bei einer unserer Airbnb-Gastgeberinnen das kleine Waschbecken über der Toilette, in das Wasser zum Händewaschen einläuft – Wasser, das dann zur Spülung weiterverwendet wird.

 

  • Es gibt aufwändige Waschkabinen; u.a. hatte unsere platzsparende Gastgeberin eine kombinierte Dusch- und Badewannenkabine mit einer Trocknerfunktion, sodass man nach dem Wäschewaschen die feuchte Kleidung in der Kabine zum Trocknen aufhängen kann.

  • Wenn man, z. B. im Hotel, die Toilette betritt, stehen (rote) Plastikpantoffeln bereit, wobei das An- und Ausziehen der Pantoffeln etwas lästig ist, noch dazu, wo die Schuhe für manchen (europäischen) Fuß etwas klein ausfallen (geschätzte Größe: 39). Nun frage ich mich, was hygienischer ist: der geputzte Fußboden im “Restroom” oder die bereitgestellten Pantoffeln?

  • Die Bahnstationen sind entsprechen der Zuglinien, an denen die liegen, durchnummeriert, sodass man – ohne lange lesen zu müssen – weiß: von Tadotsu, auf der Y-Linie die Station Y12, fahre ich zum Ziel Matsuyama bis zur Station Y55. Bei Zwischenhalten sehe ich an der Nummer, wie nahe ich meinem Ziel bin.

 

  • Unsere Koffer sind (fast) immer die größten. Bei der nächsten Reise nehmen wir weniger mit (dabei waren wir beim Packen stolz und dachten, wir seien sparsam mit unserem Gepäck …).
  • Die Treppen in Japan sind meist steiler als in Deutschland.
  • Zugfahren ist in Japan angenehm – vor allem, wenn man dank eines JR Passes reservierte Plätze hat.
  • Es gibt viele Frisöre, viele Zahnarzt-Kliniken und immer wieder Fotostudios, in denen man gestellte Bilder machen lassen kann.