Karate, Tampopo und Sushi

Itsch ni san schi go!

So klingt es in der Halle beim Karateunterricht des Hochschulsports der Universität Konstanz, für die japanische Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 – ichi, ni, san, shi, go. Zu Beginn des Unterrichts hören wir Worte von Meister Funakoshi:

Sei höflich und bescheiden. Vervollkommne deinen Charakter. Sei mutig.

Zum Schluss verbeugen wir uns vor dem Trainer:

Otoga ni re – Sensai ni re.

Zusammen haben Stefan und ich den Film Tampopo gesehen – noch in Konstanz? Oder schon in Freising? Dazu haben wir das Filmplakat ergattert und es über unseren Futons aufgehängt.

Erinnerungen an den Film :

  • Der LKW-Fahrer im Regen. Der Junge. Dazu die Mutter – ganz eifrig, wIe sie alles nur Erdenkliche macht, um in ihrem Suppenladen namens Tampopo, Pusteblume, Leute gut bedienen zu können.
  • Japanerinnen, die lernen, Spaghetti zu essen. Das Geschäftsessen, bei dem alle das gleiche wie der Chef bestellen – nur der Lehrling nicht: Er studiert lange die Karte und fragt nachdem Jahrgang des Châteauneuf-du-Pape.
  • Die geöffnete Auster in der Hand der Taucherin, aus der der Mann die Auster schlürft.
  • Das Omelette für den Jungen aus Resten in der Küche, in die man gemeinsam eingebrochen ist, um die Zutaten für die beste Ramensuppe herauszufinden.

Über allem der Satz auf dem Plakat:

Essen und Sex ist im Grunde dasselbe.

Ein Jahr später: Verlobungsessen mit den Eltern im Japanrestaurant in München, de Vater isst Schnitzel … EIn Jahr später: Nach den Ultraschalluntersuchungen beim Frauenarzt gehen wir Sushi oder Nudelsuppe essen im Japanrestaurant am Platzl in München. Im Jahr darauf im Herbst isst und genießt der Sohn seine ersten Sushi ….

Das Leben geht weiter, mit Sushi, Ramen- oder Udonsuppe bis hin zu Okonomiyaki mit Noriko …